Bewahrung der Schöpfung - Grüner Gockel

 
Grüner Gockel – Umweltmanagement in der Kirchengemeinde Bammental

Bereits im Jahr 2007 hat der Kirchengemeinderat der Evangelischen Kirchengemeinde Bammental beschlossen, das Umweltmanagementsystem „Grüner Gockel“ einzuführen. Begleitet vom Büro für Umwelt und Energie des Oberkirchenrates machte sich ein zunächst sechsköpfiges Team an die Arbeit. Es wurden Verbrauchsdaten zu Heizung, Strom und Wasser erfasst, Einsparpotenziale analysiert und konkrete Verbesserungsmaßnahmen entwickelt. Ziel war und ist es, den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase deutlich zu reduzieren.

Bis 2009 entstand das erste Umweltprogramm, das durch einen unabhängigen Gutachter geprüft und zertifiziert wurde. In den folgenden drei Jahren wurde es erfolgreich umgesetzt. Im selben Jahr beschloss die Evangelische Landeskirche Baden, ihre CO₂-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent zu senken. Die Kirchengemeinde Bammental war hier frühzeitig auf einem guten Weg. 2012 folgte ein weiteres Umweltprogramm für die nächsten vier Jahre.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der energetischen Verbesserung der gemeindeeigenen Gebäude. Die Kirche wurde – soweit möglich – gedämmt und die Heizung auf Gas mit einem Anteil von 30 Prozent Biogas umgestellt. 
 
Grundlage unserer Arbeit sind die „Ökologischen Leitlinien“ der Kirchengemeinde. Darin heißt es: Die Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung verstehen wir als grundlegenden Auftrag christlicher Lebensgestaltung – verbunden mit unserem Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit in der Einen Welt. Nach dem Prinzip „Global denken – lokal handeln“ wollen wir so mit den Ressourcen der Erde umgehen, dass unser Lebensstil weder Umweltzerstörung noch Ungerechtigkeit und Armut in anderen Teilen der Welt fördert.
In der dritten Phase rückten neben der CO₂-Reduktion verstärkt Themen wie die Vermeidung von Umweltzerstörung und globale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt.

Ein besonderes Projekt wurde ausgezeichnet:
Beim Wettbewerb „KirchengemeindeN! Nachhaltig handeln – Schöpfung bewahren“ erhielt die Gemeinde einen Preis für das Nachhaltigkeitsprojekt „Gärtnern gegen den Klimawandel – Grün statt Stein und Terra Petra statt Kunstdünger“. 

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung einer Beschaffungsordnung nach öko-fair-sozialen Kriterien für die Kirchengemeinde.